Jagdhörner
und Hufschlag in der Heide
Bei herrlichem Wetter fand am Wochenende die
traditionelle Herbstjagd des Ritzebüttler Reitclubs statt
Der Klang der Jagdhörner war weit über die
Heide zu hören, das Schnauben der Pferde und donnernder Hufschlag kündigte das
Jagdfeld an: Am Wochenende fand bei herrlichem Wetter die traditionelle
Herbstjagd des Ritzebütteler Reitclubs statt.
Auf dem Turnierplatz an der Spanger Straße trafen sich die Reiter und
Reiterinnen zum Stelldichein. Seit Jahrzehnten wird die Herbstjagd vom
Ritzebüttler Reitclub veranstaltet. In diesem Jahr hätten es aber mehr
Teilnehmer sein können, meinte der Vorsitzende Jürgen Wendt, als er die Strecke
freigab.
Denn das Wetter lud geradezu zu einem Ritt ein. Der Oktober zeigte sich von
seiner goldenen Seite und die Bodenverhältnisse waren trotz der vergangenen
Regentage gut.
Die Bläsergruppe Wingst/Land Hadeln stimmte mit ihrem Halali auf die Jagd ein.
Die Grün Berockten fuhren dann zünftig mit Trecker und Wagen zum Pausenplatz auf
einer Wiese bei Berensch, wo sich Reiter und Pferde erholen konnten. Die Strecke
führte den bunt gefärbten Wernerwald entlang nach Berensch und zurück, vorbei am
Kahleberg, wo sich einige Zuschauer eingefunden hatten, um die Reiter und
Reiterinnen zu beobachten. Es bot sich ihnen ein herrliches Bild, als das
ziemlich geschlossene Jagdfeld über die Ebene galoppierte, angeführt vom Rotrock
Werner Hachtmann. Insgesamt waren acht herbstlich dekorierte, feste Hindernisse
aufgestellt, die, bedingt durch die Streckenführung, von beiden Seiten
übersprungen werden konnten. Wer die Hürden nicht nehmen wollte, konnte daran
vorbeireiten.

Zwischen den Galoppstrecken gab es Schrittreprisen, in denen die Pferde
verschnaufen und die Reiter miteinander plaudern konnten. Wegen der geringeren
Teilnehmerzahl als in den Vorjahren und des guten reiterlichen Verhaltens
verlief die Herbstjagd harmonisch und ohne Zwischenfälle. Der mitfahrende
Rettungswagen und die bereit stehende Ärztin kamen nicht zum Einsatz.
Spannend wurde die anschließende Jagd auf den Fuchsschwanz. Hierbei hatte Mirko
Finck das schnellste Pferd, übrigens den einzigen Schimmel im Teilnehmerfeld,
und ergatterte so die begehrte Trophäe. Im Reiterstübchen klang der Tag später
feucht-fröhlich aus, gespickt mit den abenteuerlichen Geschichten von früheren
Herbstjagden und dem unvermeidlichen Reiterlatein.

Unser Fuchs 2008: Mirco Finck
